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Dorothea von Holstein-Glücksburg

1636-1689 | Kurfürstin von Brandenburg

 

FrauenOrt Dorothea von Holstein-Glücksburg: Europäischer Hugenottenpark, 16303 Schwedt/Oder

 

Das Haus Brandenburg-Schwedt verdankt sein Entstehen der Energie Kurfürstin Dorotheas, der zweiten Frau des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688). 1670 erwirbt sie die Herrschaft Schwedt-Vierraden als erblichen, privaten Besitz für 26.500 Taler und vergrößert ihn in den Folgejahren.

 

Dorothea begleitet den Kurfürsten auf fast allen Reisen und Kriegszügen, ist ihm eine kluge und unersetzliche Ratgeberin. 1676 übernimmt sie das Infanterie Regiment Nr. 7, das sie 1688 an ihren erstgeborenen Sohn Markgraf Philipp Wilhelm abgibt.

 

Dorothea verwaltet die Herrschaft mit viel Umsicht und modernen Verordnungen. Sie schafft die persönliche Dienstbarkeit der Einwohner ab und ersetzt diese durch eine Geldgabe. Als Stadtplanerin beauftragt sie 1670 den holländischen Baumeister Cornelius Ryckwaert mit dem Bau eines Residenzschlosses. Der Hofzimmermeister Nicolas Reichmann baut 1680 eine Pfahlbrücke über die Oder, die die Herrschaft mit der Neumark und Pommern verbindet.

 

Anwerbung von Siedlern

 

Wie der Große Kurfürst wirbt Dorothea Siedler mit besonderen Vergünstigungen an. Bereits 1686 lassen sich die ersten französischen Glaubensflüchtlinge in Schwedt und Vierraden nieder und gründen die drittälteste französische Kolonie in Brandenburg. Sie kultivieren den Tabakanbau in der Region, bereichern das Handwerk und den Speiseplan der Uckermärker. Die Kurfürstin schenkt den Neubürgern eine silberbeschlagene Bibel und Gartenland aus ihrem Besitz.