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Clara Zetkin
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Clara Zetkin

1857-1933  | Redakteurin und Frauenrechtlerin


FrauenOrt Clara Zetkin: Clara-Zetkin-Gedenkstätte, Summter Straße 4, 16547 Birkenwerder

 

In dem Haus, in dem sich heute die Clara-Zetkin-Gedenkstätte befindet, lebte Clara Zetkin von 1929 bis 1932. Ihr Name steht für die Forderung nach Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft. Noch heute wird alljährlich der Internationale Frauentag begangen, für dessen Einrichtung sie gemeinsam mit Käte Duncker 1910 auf dem II. Sozialistinnenkongress in Kopenhagen geworben hat. Schwerpunkt der Forderungen des ersten Internationalen Frauentags 1911 ist die politische Teilhabe in Form des Frauenwahlrechts.

 

Eintreten für eine gerechtere Gesellschaft

 

Clara Zetkin, geborene Eißner,  ist 1857 als ältestes von drei Kindern eines evangelischen Kantors und einer dem liberalen Geist der französischen Revolution nahe stehenden Mutter im sächsischen Wiederau geboren worden. Während ihrer Ausbildung zur Lehrerin in Leipzig knüpft sie Kontakte zur deutschen Sozialdemokratie. Das Eintreten für die Idee von einer Gesellschaft, in der alle sozialen Unterschiede aufgehoben sind, wird zu ihrer Lebensaufgabe.

 

Alleinerziehende Sozialistin


Als allein erziehende Mutter von zwei Söhnen kennt die Sozialistin den Alltag und die Existenzsorgen vieler Frauen aus eigener Erfahrung. Sie streitet für die wirtschaftliche Gleichberechtigung der Frauen und gegen die von vielen männlichen Parteifreunden der SPD vertretene Meinung, Frauen gehörten an Heim und Herd.

 

Internationale Frauenbewegung


Clara Zetkin redigiert 27 Jahre lang die sozialdemokratische Frauenzeitung „Die Gleichheit“ in Stuttgart. Unter ihr wird die Zeitung zum Sprachrohr und Diskussionsforum der internationalen Frauenbewegung. Aufgrund wachsender Differenzen in den Fragen von Krieg und Revolution verlässt sie die SPD und tritt 1920 der KPD bei, für die sie seit 1921 ein Abgeordnetenmandat im Deutschen Reichstag hat. 1931 eröffnet Clara Zetkin den Reichstag als Alterspräsidentin. In ihrer berühmt gewordenen Rede ruft sie zur Einheit gegen den Nationalsozialismus auf.

Clara Zetkin stirbt 1933 in Archangelskoje bei Moskau.