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Eva Strittmatter

1930-2011 | Schriftstellerin und Dichterin

 

FrauenOrt Eva Strittmatter: Eva-Strittmatter-Garten, Ecke Wittstocker Allee / Neuruppiner Allee, 16816 Neuruppin

 

Mich rühren die sandigen Wege

Im alten sandigen Land.

Die Heckenrosengehege.

Die Holderbüsche am Rand ...

 

So lässt die Dichterin Eva Strittmatter den märkischen Sand, aus dem sie kommt, in ihrem Gedicht „Mark“ zu Worten verschmelzen.

 

Sie wird am 8. Februar 1930 in Neuruppin im Schlossgarten geboren. Später zieht die Familie in die Robert-Koch-Straße 2. Eva ist eine sehr gute Schülerin und legt 1947 ihr Abitur am hiesigen Gymnasium ab. Mit ihrer Heimatstadt bleibt sie zeitlebens verbunden.

 

Von heimlichen Gedichten über Sorgen und Nöte...

 

Sie studiert in Berlin Germanistik, Romanistik und Pädagogik. Danach arbeitet sie sehr erfolgreich beim Schriftstellerverband und im Kinderbuchverlag. Ab 1954 lebt sie als freie Schriftstellerin gemeinsam mit dem Romancier Erwin Strittmatter in Schulzenhof bei Gransee. Ihr Leben an der Seite des großen Schriftstellers als Beraterin, Hausfrau, Landfrau und Mutter von vier Söhnen ist nicht einfach. Sie packt  ihre Sorgen und Nöte in heimliche Gedichte.

 

...zur meistgelesenen Lyrikerin in deutscher Sprache

 

In den 60er Jahren veröffentlicht sie die ersten Gedichtbände. Als Frau von Erwin Strittmatter muss sie über einen großen Schatten springen, um als selbständige Autorin anerkannt zu werden. Sie beschreibt die Zerreißproben des Alltags, Geburt und Tod und die Zeit dazwischen, Liebe und Hass und das Wechselspiel der Natur. Die Form ihrer Gedichte besticht durch Einfachheit und Klarheit. Besonders Frauen in ähnlichen Lebenssituationen fühlen sich von ihr verstanden. Sie veröffentlicht mehr als ein Dutzend Gedichtbände, Prosa und Kinderbücher und wird zur meistgelesenen Lyrikerin deutscher Sprache mit einer Rekordauflage ihrer Werke von über zwei Millionen Exemplaren, übersetzt in 17 Sprachen. Für ihr Schaffen erhält sie mehrere bedeutende Auszeichnungen.

 

Nach langer Krankheit stirbt sie am 3. Januar 2011 mit 80 Jahren und wird in Schulzenhof neben ihrem Mann beigesetzt.